UNABHÄNGIG PRODUZIERTE KINOFILME UND SERIEN STÄRKEN - MEDIENINVESTITIONSGESETZ VERABSCHIEDEN
Pressemitteilung
2. Oktober 2026
Anlässlich des Herbsttreffens von PROG Producers of Germany in Hamburg ziehen die Mitglieder eine positive Bilanz. PROG hat in den letzten Jahren wichtige filmpolitische Debatten erfolgreich angestoßen: Nach über sechs Jahren seit dem ersten Arbeitspapier von PROG ist die Medieninvestitionsverpflichtung nun endlich im Bundestag auf der Tagesordnung. Ziel muss das Inkrafttreten zum 1. Januar 2027 bleiben.
Im letzten Jahr wurde die von PROG mit-iniierte Talentfilmförderung neu aufgesetzt und das Budget für den Talentfilm, den kulturellen Film und die wirtschaftliche Filmförderung aufgestockt. Die internationale Strahlkraft des künstlerischen Films wird über Referenzmittel für Festivalerfolge honoriert. Das sind wichtige Errungenschaften für unabhängige Filmproduktionen, die wir gerade bei politischem Gegenwind und angesichts angespannter Haushaltslagen im Schulterschluss mit Politik und den Gremien der Filmförderungen erhalten müssen.
Weiterhin angestoßen hat der Verband wichtige gesellschaftliche Themen, wie etwa die Standards für Grünes Produzieren, und den Familienzuschuss für familienfreundliches Produzieren mit der nordmedia entwickelt.
Für unabhängig Produzierende gehört es zum Tagesgeschäft, ohne Sicherheitsnetz zu arbeiten und ein hohes unternehmerisches Risiko zu tragen. Doch die aktuellen Marktentwicklungen, insbesondere die deutlichen Preissteigerungen in einer ohnehin personalintensiven Branche, verschärfen die Situation zusätzlich. So bleibt die Stärkung unabhängig Produzent*innen und der Abbau ihrer strukturell bedingten schwächeren Marktposition ganz oben auf der Verbandsagenda. Dafür müssen die Marktbedingungen neu verhandelt und seitens der Politik neu gestaltet werden. Förderinstitutionen können unabhängige Produzent*innen stärken, indem sie den enormen und teils unverhältnismäßigen bürokratischen Aufwand bei Antragstellung und Projektprüfung reduzieren, Förderstrukturen harmonisieren und Regionaleffekte zeitgemäß ausgestalten.
„Wir bedanken uns bei der Politik, den Fördergremien des Bundes und der Bundesländer, bei den Sendern und Partnerverbänden für die konstruktive Zusammenarbeit und den Austausch auf Augenhöhe. Denn nur gemeinsam können wir die Bedingungen für die deutsche Filmbranche verbessern. Mit Blick auf Evaluierung der Filmförderreform appellieren wir dringend an die Politik und die Gremien der Filmförderanstalt FFA, die neuen Vorgaben ganzheitlich zu bewerten und nicht zu Lasten des künstlerischen Films nachzujustieren“, so Julia Maier-Hauff, PROG-Geschäftsführerin.
Ein großes Dankeschön gilt den Gästen des Herbsttreffens Helge Albers, Geschäftsführung MOIN Filmförderung Hamburg, Schleswig-Holstein, Katrin Mersmann, Leitung Förderung, Internationale Koproduktion, Serie, Claudia Hartmann, Leitung Kommunikation & Veranstaltungen sowie Dr. Stephanie Struppler, Geschäftsführung der VGF, für den wertvollen Austausch.
Foto: Herbsttreffen 2026, Copyright: Maximilian Probst